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Aus der Personalnot macht die SG Eschenbacher Eltmann gegen Stein
eine Tugend
Lange war nicht sicher, ob die SG
Eschenbacher Eltmann genug Spieler für diesen Spieltag
zusammenkriegen sollte. Zahlreiche Erkrankungen führten dazu, dass
lediglich drei Spieler der Stammmannschaft auf ihren Positionen
starten konnten. Johannes Engel besetzte für den fehlenden Libero
Fabian Sagstetter diese Position, da er sich nach einer
Grippeerkrankung noch nicht fit genug fühlte auf der Außenposition
zu spielen. Felix Müller, der eigentlich in der Bezirksklasse
spielt, startete zusammen mit Michael Werner, Spieler der
Landesligamannschaft auf der Außenposition. Thomas Stretz, ebenfalls
Landesligaspieler, begann auf Diagonal. Lediglich die beiden
Mittelblocker Christopher Bühl und Johannes Waigand sowie Steller
Kai Naumann besetzten ihre angestammte Position.
Nach einem passablen Start in die Partie
geriet die Mannschaft der SGE in Rückstand und konnte diesen nicht
aufholen. Der erste Satz ging mit 25:22 an Stein. Im zweiten Satz
gelang es Stein Eltmann mit gezielten Aufschlägen unter Druck zu
setzen und konnte den erspielten Vorsprung zum 25:18-Satzerfolg
nutzen. Für diesen Erfolg war vor allem der stark aufspielende
gegnerische Außenangreifer, der nahezu jeden Angriff zu einem Punkt
machte.
Mit dem Rücken zur Wand entschied der
diesmal ebenfalls auf Grund einer Erkrankung als Coach agierende
Kapitän Jens Werner, die Aufstellung umzustellen. Michael Werner
spielte nun auf Diagonal, Thomas Stretz auf der Mitte und Johannes
Waigand auf der Außenposition. Zunächst schien diese Umstellung
keine Früchte zu tragen und Stein konnte mit 15:8 in Führung gehen.
Keiner in der Halle zweifelte an einem souveränen 3:0-Sieg der
Heimmannschaft. Doch sie alle rechneten nicht mit einer grandiosen
Aufschlagserie von Eltmanns Mittelblocker Christopher Bühl. Er und
die starke Block- und Abwehrarbeit in dieser Situation sorgten
dafür, dass Eltmann das Spiel drehen konnte und nach bemerkenswertem
Kampf mit 20:18 in Führung gehen konnte. Der gegnerische
Außenangreifer wurde ausgeschaltet. Die Umstellung erwies sich nun
als Glücksgriff, da Johannes Waigand auf der Außenposition nahezu
jeden Angriff im Gegnerischen Feld unterbrachte und die gesamte
Mannschaft mit zahlreichen spektakulären Block- und Abwehraktionen
zurück ins Spiel kam. Der dritte Satz ging mit 25:20 an die SG
Eschenbacher Eltmann.
Nun glaubten die Jungs der SGE wieder an
den Erfolg, kämpfen sich im vierten Satz ebenfalls nach einem
Rückstand zurück und entschieden diesen erneut mit 25:20 für sich.
Christopher Bühl konnte wieder eine Angabenserie hinlegen und die
beiden Außenangreifer Felix Müller und Johannes Waigand wurden vom
stark spielenden Steller Kai Naumann nach guten Annahme- und
Abwehraktionen so in Szene gesetzt, dass Eltmann nun die
spielbestimmende Mannschaft war.
Im Tiebreak agierte die SG Eschenbacher
Eltmann so, als würden sie immer in dieser Konstellation spielen.
Spektakuläre Ballwechsel wurden erfolgreich abgeschlossen, weil
jeder für den anderen kämpfte und am Ende fast jeder Punkt erzielt
werden konnte. Mit einem bemerkenswerten 15:5 im fünften Satz ging
ein Spiel zu Ende, das die Zuschauer, sowie die beteiligten Spieler
so schnell nicht vergessen werden. Christopher Bühl brachte die
Stimmung nach dem Spiel auf den Punkt: „ Wir waren schon fast
geschlagen, ehe wir bewiesen haben, dass man uns nie abschreiben
darf. Wir haben trotz der fast aussichtslosen Ausgangslage den
längeren Atem bewiesen.“
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