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 20.04.10 SG Eschenbacher Eltmann schafft die Sensation - Johannes Waigand

 

Mit zwei Siegen in der Relegation steigt die SGE in die Regionalliga auf. Mit einer starken Leistung besiegte die Mannschaft beide Favoriten.

 

Als Außenseiter ging die Mannschaft von Cornel Closca in die Relegation beim ASV Dachau. Die zweite Mannschaft des Gastgebers war der erste Gegner, der zweite der Regionalliga-Achte TSV Herrsching. Beide Mannschaften galten als schlagbar, aber nur, wenn die Unterfranken aus Eltmann ihre beste Leistung zeigen würden. Rund 30 Fans aus Eltmann reisten mit und wollten ihr Team lautstark unterstützen.

 

Im ersten Satz gegen Dachau stimmte die Leistung, der Wille war sichtbar und alle Spieler kämpften um jeden Ball. Mit der relativ niedrigen Halle kam die SGE gut zurecht – wohl auch weil die Mannschaft bereits einen Tag früher anreiste und am Samstag auf dem Spielfeld trainieren konnte. Gleich zu Spielbeginn setzte das Team die Vorgabe von Trainer Cornel Closca um, den Gegner mit taktischen Aufschlägen unter Druck zu setzen und ging schnell mit 7:3 in Führung. In der Folge zeigte Dachau, dass es zurecht die Relegation erreicht hat und konnte zum 14:14 ausgleichen. Wiederum starke Aufschläge und taktische Wechsel des Trainers sorgten aber am Ende für den ersten Satzerfolg für Eltmann (25:20).

 

Auch im zweiten Satz startete das Team um Kapitän Jens Werner stark, setzte sich zum 11:7 ab. Doch wie im ersten Satz ließ sich die SGE zwischendurch verunsichern und musste die 25:23-Satzniederlage hinnehmen.

 

Der dritte Satz verlief ähnlich wie der erste, frühe Eltmann-Führung, kleine Konzentrationsfehler in der Mitte des Satzes, doch am Ende stand der Satzerfolg für die SGE (25:22).

 

Nachdem die Mannschaft im vierten Satz den einzigen schwächeren des Tages ablieferte und sich mit 14:25 abgeben musste, sollte der Tiebreak über den Sieger entscheiden. Während der Saison musste die Mannschaft achtmal in den Tiebreak, konnte davon fünf gewinnen. Also ein gutes Omen für das Team.

 

Zu Beginn ausgeglichen, konnte sich Eltmann nach dem 3:3 zum 6:3 absetzen. Die Fans feierten die Mannschaft, es wurde aber noch einmal spannend. Zwei Fehler kurz nach dem Seitenwechsel bedeuteten den 8:7 Zwischenstand. Zwei Blocks und starke Abwehraktionen, vor allem von Libero Fabian Sagstetter waren es dann, die den 15:11 Tiebreak-Sieg bedeuteten.

 

Nach dieser Leistung war der Trainer zufrieden, forderte aber „volle Konzentration“ für das entscheidende Spiel gegen den TSV Herrsching. „Herrsching ist eine gute Mannschaft, konditionell sehr stark. Wir müssen sie wieder mit taktischen Aufschlägen unter Druck setzen“, betonte Closca vor dem Spiel gegen Herrsching, das mit 3:1 gegen Dachau gewann. Somit stand ein echtes Finale im zweiten Spiel gegen den TSV Herrsching an, der mit über 50 Zuschauern angereist war. Neun Siege holte die Mannschaft vom Ammersee in der vergangenen Regionalligasaison, trotzdem mussten sie in die Relegation. „Das zeigt, mit was für einer starken Mannschaft wir es zu tun haben“, sagte Zuspieler Kai Naumann vor dem Spiel.

 

Eine kleine Veränderung gab es in der Aufstellung im Vergleich zum ersten Spiel bei Eltmann: Johannes Engel spielte jetzt auf der Diagonalposition, Danut Mitittelu auf Außen. Diese Umstellung sollte sich als Glücksfall erweisen. Engel spielte von Beginn an stark auf, versenkte, genauso wie Jens Werner nahezu jeden Ball im Feld. Mititelu sorgte zusammen mit Libero Fabian Sagstetter für eine stabile Annahme, sodass Zuspieler Kai Naumann problemlos auch die beiden Mittelblocker Christopher Bühl und Johannes Waigand einsetzen konnte. Hervorzuheben ist auch die tolle Leistung des zweiten Zuspielers Felix Müller, der in fast jedem Satz zwischenzeitlich eingewechselt wurde, und die Bälle ebenso gut verteilte, wie Kai Naumann. Auch die drei jungen Einwechselspieler Tomas Stretz, Jakob Weiß und Maximilian Benkert zeigten starke Auftritte, wenn sie eingesetzt wurden.

 

Der erste Satz gegen Herrsching begann ausgeglichen, aber auf sehr hohem Niveau. Bis zum Stand von 14:14 führte Eltmann stets mit ein oder zwei Punkten. Auch nach dem Ausgleich setzte sich die Mannschaft wieder ab, zeigte ihren stärksten Volleyball und setzte alles um, was sie in den letzten Wochen und in der gesamten Saison trainiert hatte. Nach dem Satzerfolg (25:18), wollte die Mannschaft diesmal nicht wieder einbrechen.

 

Das zeigte sie im zweiten Satz auch und spielte weiterhin wie entfesselt. Eltmann zeigte druckvolle Angriffe, viele Blocks und spektakuläre Abwehraktionen, und sorgte somit für eine tolle Stimmung bei den treuen Fans. Herrsching versuchte durch zwei Spielerwechsel die Partie unter Kontrolle zu bringen, scheiterte aber ein ums andere Mal an der kämpferischen Leistung der Unterfranken. Den zweiten Satz sicherte sich die SG Eschenbacher Eltmann mit 25:17.

 

Noch ein Satz fehlte zum Aufstieg in die Regionalliga. Herrsching hatte nichts mehr zu verlieren und ging volles Risiko, was sich für die Oberbayern auch auszahlte –12:18 hieß es aus Eltmanner Sicht, als Trainer Closca bereits die Aufstellungskarten für den vierten Satz schrieb, er war sich sicher, dass es einen vierten geben würde, wie wohl auch alle Zuschauer und Spieler in der Halle. Als dann aber Jens Werner beim Stand von 18:24 an den Aufschlag kam, sollten alle überrascht werden. Herrsching machte Annahmefehler, die SGE blockte ein ums andere Mal und holte unzählige Bälle in der Abwehr. So Stand es nach sieben Aufschlägen des Kapitäns 25:24 und der Satz war gedreht. Als er dann den Matchball mit einem As verwandelte, waren die Mannschaft und ihre Fans nicht mehr zu bremsen. „Super was die Jungs geschafft haben. Das war heute eine perfekte Leistung, gerade im zweiten Spiel“, resümierte Trainer Closca, bevor er gemeinsam mit der Mannschaft und den Fans den Aufstieg in die Regionalliga feierte.

 

Es spielten: Kai Naumann, Jens Werner, Christopher Bühl, Danut Mititelu, Johannes Engel, Johannes Waigand, Fabian Sagstetter, Felix Müller, Maximilian Benkert, Thomas Stretz, Jakob Weiß, Trainer: Cornel Closca, Co-Trainer: Gyula Lakatos.

 

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