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Mit zwei Siegen in der Relegation steigt die SGE in die Regionalliga
auf. Mit einer starken Leistung besiegte die Mannschaft beide
Favoriten.
Als Außenseiter ging die Mannschaft von Cornel Closca in
die Relegation beim ASV Dachau. Die zweite Mannschaft des Gastgebers
war der erste Gegner, der zweite der Regionalliga-Achte TSV
Herrsching. Beide Mannschaften galten als schlagbar, aber nur, wenn
die Unterfranken aus Eltmann ihre beste Leistung zeigen würden. Rund
30 Fans aus Eltmann reisten mit und wollten ihr Team lautstark
unterstützen.
Im ersten Satz gegen Dachau stimmte die Leistung, der Wille
war sichtbar und alle Spieler kämpften um jeden Ball. Mit der
relativ niedrigen Halle kam die SGE gut zurecht – wohl auch weil die
Mannschaft bereits einen Tag früher anreiste und am Samstag auf dem
Spielfeld trainieren konnte. Gleich zu Spielbeginn setzte das Team
die Vorgabe von Trainer Cornel Closca um, den Gegner mit taktischen
Aufschlägen unter Druck zu setzen und ging schnell mit 7:3 in
Führung. In der Folge zeigte Dachau, dass es zurecht die Relegation
erreicht hat und konnte zum 14:14 ausgleichen. Wiederum starke
Aufschläge und taktische Wechsel des Trainers sorgten aber am Ende
für den ersten Satzerfolg für Eltmann (25:20).
Auch im zweiten Satz startete das Team um Kapitän Jens
Werner stark, setzte sich zum 11:7 ab. Doch wie im ersten Satz ließ
sich die SGE zwischendurch verunsichern und musste die
25:23-Satzniederlage hinnehmen.
Der dritte Satz verlief ähnlich wie der erste, frühe
Eltmann-Führung, kleine Konzentrationsfehler in der Mitte des
Satzes, doch am Ende stand der Satzerfolg für die SGE (25:22).
Nachdem die Mannschaft im vierten Satz den einzigen
schwächeren des Tages ablieferte und sich mit 14:25 abgeben musste,
sollte der Tiebreak über den Sieger entscheiden. Während der Saison
musste die Mannschaft achtmal in den Tiebreak, konnte davon fünf
gewinnen. Also ein gutes Omen für das Team.
Zu Beginn ausgeglichen, konnte sich Eltmann nach dem 3:3
zum 6:3 absetzen. Die Fans feierten die Mannschaft, es wurde aber
noch einmal spannend. Zwei Fehler kurz nach dem Seitenwechsel
bedeuteten den 8:7 Zwischenstand. Zwei Blocks und starke
Abwehraktionen, vor allem von Libero Fabian Sagstetter waren es
dann, die den 15:11 Tiebreak-Sieg bedeuteten.
Nach dieser Leistung war der Trainer zufrieden, forderte
aber „volle Konzentration“ für das entscheidende Spiel gegen den TSV
Herrsching. „Herrsching ist eine gute Mannschaft, konditionell sehr
stark. Wir müssen sie wieder mit taktischen Aufschlägen unter Druck
setzen“, betonte Closca vor dem Spiel gegen Herrsching, das mit 3:1
gegen Dachau gewann. Somit stand ein echtes Finale im zweiten Spiel
gegen den TSV Herrsching an, der mit über 50 Zuschauern angereist
war. Neun Siege holte die Mannschaft vom Ammersee in der vergangenen
Regionalligasaison, trotzdem mussten sie in die Relegation. „Das
zeigt, mit was für einer starken Mannschaft wir es zu tun haben“,
sagte Zuspieler Kai Naumann vor dem Spiel.
Eine kleine Veränderung gab es in der Aufstellung im
Vergleich zum ersten Spiel bei Eltmann: Johannes Engel spielte jetzt
auf der Diagonalposition, Danut Mitittelu auf Außen. Diese
Umstellung sollte sich als Glücksfall erweisen. Engel spielte von
Beginn an stark auf, versenkte, genauso wie Jens Werner nahezu jeden
Ball im Feld. Mititelu sorgte zusammen mit Libero Fabian Sagstetter
für eine stabile Annahme, sodass Zuspieler Kai Naumann problemlos
auch die beiden Mittelblocker Christopher Bühl und Johannes Waigand
einsetzen konnte. Hervorzuheben ist auch die tolle Leistung des
zweiten Zuspielers Felix Müller, der in fast jedem Satz
zwischenzeitlich eingewechselt wurde, und die Bälle ebenso gut
verteilte, wie Kai Naumann. Auch die drei jungen Einwechselspieler
Tomas Stretz, Jakob Weiß und Maximilian Benkert zeigten starke
Auftritte, wenn sie eingesetzt wurden.
Der erste Satz gegen Herrsching begann ausgeglichen, aber
auf sehr hohem Niveau. Bis zum Stand von 14:14 führte Eltmann stets
mit ein oder zwei Punkten. Auch nach dem Ausgleich setzte sich die
Mannschaft wieder ab, zeigte ihren stärksten Volleyball und setzte
alles um, was sie in den letzten Wochen und in der gesamten Saison
trainiert hatte. Nach dem Satzerfolg (25:18), wollte die Mannschaft
diesmal nicht wieder einbrechen.
Das zeigte sie im zweiten Satz auch und spielte weiterhin
wie entfesselt. Eltmann zeigte druckvolle Angriffe, viele Blocks und
spektakuläre Abwehraktionen, und sorgte somit für eine tolle
Stimmung bei den treuen Fans. Herrsching versuchte durch zwei
Spielerwechsel die Partie unter Kontrolle zu bringen, scheiterte
aber ein ums andere Mal an der kämpferischen Leistung der
Unterfranken. Den zweiten Satz sicherte sich die SG Eschenbacher
Eltmann mit 25:17.
Noch ein Satz fehlte zum Aufstieg in die Regionalliga.
Herrsching hatte nichts mehr zu verlieren und ging volles Risiko,
was sich für die Oberbayern auch auszahlte –12:18 hieß es aus
Eltmanner Sicht, als Trainer Closca bereits die Aufstellungskarten
für den vierten Satz schrieb, er war sich sicher, dass es einen
vierten geben würde, wie wohl auch alle Zuschauer und Spieler in der
Halle. Als dann aber Jens Werner beim Stand von 18:24 an den
Aufschlag kam, sollten alle überrascht werden. Herrsching machte
Annahmefehler, die SGE blockte ein ums andere Mal und holte
unzählige Bälle in der Abwehr. So Stand es nach sieben Aufschlägen
des Kapitäns 25:24 und der Satz war gedreht. Als er dann den
Matchball mit einem As verwandelte, waren die Mannschaft und ihre
Fans nicht mehr zu bremsen. „Super was die Jungs geschafft haben.
Das war heute eine perfekte Leistung, gerade im zweiten Spiel“,
resümierte Trainer Closca, bevor er gemeinsam mit der Mannschaft und
den Fans den Aufstieg in die Regionalliga feierte.
Es spielten: Kai Naumann, Jens Werner, Christopher Bühl,
Danut Mititelu, Johannes Engel, Johannes Waigand, Fabian Sagstetter,
Felix Müller, Maximilian Benkert, Thomas Stretz, Jakob Weiß,
Trainer: Cornel Closca, Co-Trainer: Gyula Lakatos.
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